Sehenswürdigkeiten

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Rathaus

Erbaut von Stadtbaumeister Elias Holl zwischen 1615 und 1620. Im vielleicht bedeutendsten Profanbau der Renaissance in Deutschland, dem Augsburger Rathaus, befindet sich der einzigartige Goldene Saal. Die Kassettendecke und die Wandmalereien sind beeindruckende Zeugnisse des Augsburger Bürgerbewusstseins im 17. Jahrhundert. Maße: 32,65 m lang, 17,35 m breit und 14,22 m hoch.

Bert Brecht

Bert Brecht [10.2.1898 - 14.8.1956] ist Augsburgs bedeutendster Schriftsteller. Das Geburtshaus von Bert Brecht steht in der Altstadtgasse Auf dem Rain 7. Typisches Handwerkerhaus an einem Lechkanal. Das Haus wurde 1984 von der Stadt saniert und als Gedenkstätte eingerichtet.

Mehr über Brecht finden Sie hier. Hier erhalten Sie weitere Infos zu Literatur und Veranstaltungen über Brecht.

Fuggerei

Als Stadt in der Stadt wird die Fuggerei bezeichnet. Jakob Fugger der Reiche gründete 1516 mit seinen Brüdern die älteste Sozialsiedlung der Welt für fleißige, schuldlos verarmte Bürger katholischen Glaubens. Sie umfasst 67 Häuser mit 147 Wohnungen, eine Kirche und einen Brunnen. Jahresmiete noch heute ein rheinischer Gulden, das entspricht etwa 0,88 Euro. Zur Hausordnung gehört noch immer das tägliche Vater unser für die Stifter.

Schaezlerpalais

Rokokopalais des Bankiers Liebert von Liebenhofen nach Plänen von Lespilliez 1765 bis 1770 erbaut. Gilt als eindrucksvollste Bauleistung des Rokoko in Augsburg. Prunkstück ist der 23m lange Rokoko-Festsaal mit Schnitzdekorationen, Stukkaturen, Wandspiegeln und dem Deckengemälde von Guglielmi. Es beherbergt heute die Deutsche Barockgalerie und die Staatsgalerie.

Alles Wissenswerte über das Schaezlerpalais erfahren Sie hier.

Staatsgalerie am Schaezlerpalais

Die vom Freistaat Bayern getragene Staatsgalerie, deren Schwerpunkte Kunstwerke aus Augsburger Kirchen bilden und Kunstwerke, die eng mit der Geschichte der Stadt Augsburg verbunden sind. Die Galerie bietet einen nirgendwo sonst in ähnlicher Vollständigkeit zu erlangenden Überblick über die Augsburger und die angrenzende schwäbische Kunst um 1500. In ihr finden sich Gemälde von so berühmten Malern wie Lukas Cranach d. Ä., Hans Holbein d. Ä., Hans Burgkmair und anderen Meistern altdeutscher Malerei.

Römisches Museum

Zweischiffige Hallenkirche des ehemaligen Klosters St. Magdalena. Große Vielfalt an Exponaten der Vorgeschichte und interessante Funde aus der Römerzeit.

Perlach

Perlachturm und Rathaus sind die Wahrzeichen der Stadt. Der Turm erhebt sich über der Westempore der Stiftskirche St. Peter am Perlach, erbaut 1182, umgestaltet im 18. Jahrhundert Sockelbau des Stadtturms 11./12. Jahrhundert Glockenlaterne und Haube von Elias Holl 1614, Höhe 70,40m, sehr schöne Aussicht.

St. Ulrich + Afra

Mit dem Bau der Abteikirche des reichsunmittelbaren Benediktinerstifts wurde 1474 begonnen. Chor mit drei mächtigen Altären und dem Kreuzaltar im 16./17. Jahrhundert fertig gestellt. 93 Meter hoher Zwiebelturm. Spätgotische Basilika mit wertvoller Ausstattung im Renaissance- und Barockstil: schmiedeeiserne Gitter, zahlreiche Kunstwerke, Grabstätten der Bistumsheiligen Afra, Ulrich und Simpert.

Dom

Die Domgeschichte lässt sich, bis in das Jahr 823 urkundlich zurückgehend, rekonstruieren. Ältester Teil dürfte die Krypta unter dem Westchor sein, angelegt im 10. Jahrhundert unter Bischof Ulrich. Fresken aus romanischer und gotischer Zeit, schöne Gewölbemalereien, vier Tafelbilder von Hans Holbein d. Ä., Prophetenfenster Jonas, Daniel, Hosea, Mose gehören zu den ältesten figürlichen Glasmalereien Deutschlands [vermutlich Mitte 12. Jahrhundert], Bronzetür [um 1356] mit 35 Relieftafeln mit Szenen aus dem Alten Testament. Auf dem Vorplatz die Fundamentreste der Johanniskirche [10. Jahrhundert] und Funde aus dem römischen Augsburg ["Römermauer"].

Lutherstadt Augsburg: St. Anna

Von Karmelitermönchen als Kloster und Kirche 1321 gegründet, Ende des 15. Jahrhunderts erweitert. Goldschmiedekapelle [1420/1496 gotische Wandmalereien] angebaut. Umwandlung in eine evangelische Kirche. Innenraum mit Grabkapelle der Fugger, die als frühestes deutsches Renaissancebauwerk gilt. Zwischen 1747 und 1749 wurde die Kirche umgestaltet. Sie enthält wertvolle Gemälde u. a. von Lukas Cranach und Jörg Breu, Kanzel von Heinrich Eichler, Turm von Elias Holl [1607]. Lutherstiege: Dokumentation zu den Anfängen der Reformation in Augsburg. Lesen Sie hier alles über St. Anna.

Bischöfliche Residenz

Erbaut zwischen 1743 und 1752/1777 anstelle der Pfalzbauten. Von den mittelalterlichen Gebäuden steht noch der Turm [erhöht 1507/08]. Im damaligen Kapitelsaal wurde am 25.6.1530 die "Confessio Augustana" verkündet. Heute ist die Residenz Sitz der Regierung von Schwaben.

Zeughaus

Ehemaliges Waffenarsenal, 1607 von Elias Holl erbaut. Prunkfassade im Stil des Manierismus von Joseph Heintz. Michaelsgruppe von Hans Reichle, gegossen von Wolfgang Neidhart. 1806 kam das Zeughaus in Besitz des Königreichs Bayern, 1895 zurückgekauft später als Hauptfeuerwache genutzt. Seit der Renovierung [1978 bis 1980] Bildungs- und Begegnungszentrum mit Volkshochschule, Ausstellungen in der Toskanischen Säulenhalle.

Mozarthaus

Geburtshaus von Leopold Mozart, Vater von Wolfgang Amadé. Ein Bürgerhaus aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Heute Mozart-Gedenkstätte mit interessanten Exponaten [Stein'sches Hammerklavier].

Handwerkermuseum

Das Schwäbische Handwerkermuseum im ehemaligen Brunnenmeisterhaus bietet einen umfassenden Überblick über rund 40 Handwerksberufe und deren historische Entwicklung. Eine einzigartige Sammlung von Exponaten ermöglicht es dem Besucher, sich ein lebendiges Bild über die traditionellen Handwerksberufe zu machen.

Synagoge

In den Jahren von 1913 bis 1917 wurde das jüdische Gotteshaus auf einem herrlichen Gartengrundstück in der Halderstr. von Dr. Heinrich Lömpel und dem jüdischen Architekten Fritz Landauer errichtet und am 4. April 1917 an die israelitische Kultusgemeinde seiner hl. Bestimmung übergeben. Der Bau zählt zu den bedeutendsten Prachtbauten des Spätjugendstils in Europa und kostete rund 1000 Goldmark. Früher war die Synagoge in einem Wohnhaus in der Wintergasse untergebracht. Angebaut sind heute eine kleinere sogenannte Alltags- oder Hochzeitssynagoge. Nach einer umfassenden Renovierung wurde das Museum im November 2006 wieder eröffnet.

Maximilianmuseum

Im Herzen Augsburgs liegt zwischen Rathaus und St. Annakirche das Maximilianmuseum. Es ist in zwei großbürgerlichen Wohnhäusern des ausgehenden 15. sowie des mittleren 16. Jahrhunderts untergebracht, die am Ende des 17. Jahrhunderts zu einem Komplex vereint wurden. Von der historischen Ausstattung blieben drei bedeutende Deckenfresken Melchior Steidls erhalten. 1856 - ein Jahr nach Eröffnung des ältesten Augsburger Museums - übernahm König Maximilian II. von Bayern die Schirmherrschaft für das Museum und gab ihm seinen Namen.

In mehr als dreißig Räumen werden Skulpturen, kunstgewerbliche Objekte und Zeugnisse der Stadtgeschichte präsentiert. Zu den Höhepunkten der Sammlung gehört das Augsburger Gold und Silber. Als bedeutende Plastiken seien die weibliche Heiligenfigur von Hans Multscher [um 1437] und der hl. Alexius von Sebastian Loscher aus dem Jahr 1513 genannt sowie der Brunnenjüngling von Adriaen de Vries [um 1600] und die frühbarocken Skulpturen des Augsburger Bildhauers Georg Petel.

Freilichtbühne

Seit 1929 liegt die Augsburger Freilichtbühne im westlichen Wallgraben des Roten Tores. Spielzeit ist im Juni und Juli mit der Inszenierung einer Oper und einer Operette.

Brunnen in Augsburg

  • Augustusbrunnen, Rathausplatz, gegossen 1588 -1594 nach Modellen des Bildhauers Hubert Gerhard vom Stadtgießer Peter Wagner.
  • Herkulesbrunnen, Maximilianstraße [vor dem Schaezlerpalais], modelliert 1597 - 1600 von dem Niederländer Adriaen de Vries, danach gegossen von Wolfgang Neidhart.
  • Merkurbrunnen, Maximilianstraße, modelliert 1596 - 1599 von Adriaen de Vries, gegossen von Wolfgang Neidhart.

Maximilianstraße

Die Maximilianstraße - die "Kaisermeile" - ist eine der schönsten Prachtstraßen Süddeutschlands. Höhepunkte sind Herkules- und Merkurbrunnen, die Fuggerhäuser mit dem einzigartigen Damenhof, mit dem sich der sagenhafte reiche Jakob Fugger nach Italien versetzte, das reichsstädtische Kaufhaus, die Giebel romantischer Bürgerhäuser.

Zoo

Der erste öffentliche Tierpark in Deutschland war von der Familie Fugger um 1550 in Augsburg [Jakobervorstadt] eingerichtet worden. Man zeigte Säugetiere und Vögel aus Europa, Afrika, Süd- und Mittelamerika. Der heutige Zoo wurde am 12.06.1937 als "Park der Deutschen Tierwelt" durch Direktor Dr. Ludwig Wegele eröffnet. Es werden über 2000 Tiere aus aller Welt gezeigt.

Botanischer Garten

1936 im nördlichen Bereich des Siebentischwalds angelegt. Größe 10 ha.

Augsburger Puppenkiste

Das bekannteste Marionettentheater Deutschlands. Am 26. Februar 1948 feierte das Theater mit dem "gestiefelten Kater" Premiere, und nur fünf Jahre später, am 21. Januar 1953, begann die außergewöhnliche Fernsehkarriere der Augsburger, wiederum mit einer Tiergeschichte: "Peter und der Wolf" wurde live und ohne Schnitt aus dem Studiobunker des NWDR in Hamburg direkt in die deutschen Wohnzimmer gesendet. Besuchen Sie die Augsburger Puppenkiste auch im Internet.

Kahnfahrt am Oblatterwall

Ausflugsort mit der Möglichkeit, den Wassergraben um die Festungsanlagen herum mit Ruderbooten, Elektrobooten und Kanus den zu befahren.